{"id":549,"date":"2023-03-13T22:15:06","date_gmt":"2023-03-13T22:15:06","guid":{"rendered":"https:\/\/trainstotheeast.brightspace.de\/?p=549"},"modified":"2023-03-14T09:28:50","modified_gmt":"2023-03-14T09:28:50","slug":"13-03-2023-barcelona-madrid","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/transeuropaexpress.brightspace.de\/?p=549","title":{"rendered":"13.03.2023: Barcelona &#8211; Madrid"},"content":{"rendered":"\n<p>Das letzte Mal w\u00e4hrend meiner Reise besuchte ich also eine Sauna &#8211; an diesem Tag wie geplant morgens um kurz nach 09:00 Uhr. Eine Stunde sp\u00e4ter traf ich dann zwei Stra\u00dfen weiter eine befreundete Familie zum gemeinsamen Stadtbummel. Den Plan fassten wir ein paar Tage zuvor, nach dem wir feststellten, dass wir zur gleichen Zeit am gleichen Ort sein w\u00fcrden. Wir stiegen bei &#8222;Las Ramblas&#8220; aus der Metro aus und streiften durch die idyllischen Gassen des gotischen Altstadtviertels, sahen die &#8222;Seufzerbr\u00fccke&#8220; Pont del Bisbe, die Kathedrale und die Schaufenster diverser Schmuck-, Antiquit\u00e4ten-, Schuh- und anderer Gesch\u00e4fte, an denen ich allein wohl vorbeigelaufen w\u00e4re. Sie waren aber gr\u00f6\u00dftenteils wirklich interessant: Ein Schuhgesch\u00e4ft verkaufte Pumps in allen Farben und sah so farbenfroh aus wie ein ein Gesch\u00e4ft f\u00fcr Atelierbedarf. Ein weiteres verkaufte katalanische Caganer in verschiedensten Ausf\u00fchrungen, unter anderem als Olaf Scholz, Donald Trump und Harry Potter &#8211; sehr komisch!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"412\" src=\"https:\/\/trainstotheeast.brightspace.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Bildschirm\u00adfoto-2023-03-13-um-22.50.44.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-554\" srcset=\"https:\/\/transeuropaexpress.brightspace.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Bildschirm\u00adfoto-2023-03-13-um-22.50.44.png 560w, https:\/\/transeuropaexpress.brightspace.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Bildschirm\u00adfoto-2023-03-13-um-22.50.44-300x221.png 300w\" sizes=\"(max-width: 560px) 100vw, 560px\" \/><figcaption>Im Caganer Laden k\u00e4uflich zu erwerben: Viele Staatsoberh\u00e4upter, die gerade ein gro\u00dfes Gesch\u00e4ft verrichten<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Anschlie\u00dfend trennten sich unsere Wege, denn ich wollte noch zum Strand und hatte mir morgens noch ein Ticket f\u00fcr den Park G\u00fcell um 15:00 Uhr gebucht. Ich hatte vorsorglich meine Badehose und mein kleines Handtuch in meinen Rucksack gesteckt, entschied mich aber am Strand angekommen aus Zeitgr\u00fcnden gegen ein weiteres Bad im Mittelmeer. Stattdessen ging ich durch den Parc de la Ciutadella hinauf zum Arc de Triomf und beschloss, den Weg zum Park G\u00fcell zu Fu\u00df zur\u00fcckzulegen. Ich hatte allerdings nicht mit den vielen Kreuzungen gerechnet, deren Ampelschaltungen nicht zu meinem Gehtempo passten und die mich ich alle 100 m warten lie\u00dfen und mein Durchschnittstempo erheblich senkten. So \u00e4nderte ich meinen Plan und stieg ein paar Stra\u00dfen weiter in den n\u00e4chsten Bus in Richtung Park ein. Sowohl in Marseille als auch hier in Barcelona stellte ich fest, dass die Tarife des \u00f6ffentlichen Nahverkehrs vor Ort viel einfacher sind als die des Hamburgers &#8211; es gibt f\u00fcr eine einfache Fahrt nur ein Ticket und das gilt 90 Minuten. Fertig. Im Bus gab es deshalb neben den \u00fcblichen NFC-Fahrkartenleseger\u00e4ten auch ein Terminal f\u00fcr eine einfache Fahrt, an das man ebenso kontaktlos seine Kreditkarte halten konnte, bis ebenso ein Signal ert\u00f6nte. Simpel, oder?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"412\" src=\"https:\/\/trainstotheeast.brightspace.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Bildschirm\u00adfoto-2023-03-13-um-22.51.07.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-555\" srcset=\"https:\/\/transeuropaexpress.brightspace.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Bildschirm\u00adfoto-2023-03-13-um-22.51.07.png 560w, https:\/\/transeuropaexpress.brightspace.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Bildschirm\u00adfoto-2023-03-13-um-22.51.07-300x221.png 300w\" sizes=\"(max-width: 560px) 100vw, 560px\" \/><figcaption>Der Strand nahe der Innenstadt Barcelonas war heute fast leer<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Kurze Zeit sp\u00e4ter wunderte ich mich allerdings, dass der Bus in eine Seitenstra\u00dfe abbog, die mich vom direkten Weg abbrachte. Er behielt seine Richtung bei &#8211; und ich bef\u00fcrchtete, dass ich in die falsche Buslinie eingestiegen war. Das lie\u00df sich nicht ohne Weiteres herausfinden, denn das Display im Bus funktionierte zur H\u00e4lfte nicht. Als ich aber an der n\u00e4chsten Haltestelle statt meiner gew\u00e4hlten Linie V19 die V21 entdeckte, war ich mir sicher, dass ich falsch fuhr, und stieg aus. Mittlerweile war ich bei der Sagrada Familia angekommen (noch immer im Bau, aber weiter fortgeschritten) und \u00fcberlegte, wie ich noch rechtzeitig w\u00e4hrend meines gebuchten 30-min-Zeitfensters den Park erreichen w\u00fcrde, denn es war bereits kurz nach 15:00 Uhr. Da die Stra\u00dfen mittlerweile recht voll waren, setzte ich also teils laufenderweise nun doch den zu Fu\u00df fort. Wer bereits in Barcelona war wei\u00df, dass der Park auf einem H\u00fcgel liegt. Dementsprechend war ich klitschnass geschwitzt, als ich um 15:28 Uhr ersch\u00f6pft und zufrieden grinsend am Eingang des Parks erfolgreich mein Ticket kontrollieren lies. Gl\u00fccklicherweise hatte ich mein Handtuch mit.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Park ist sehr sch\u00f6n angelegt. Er wirkte trotz vieler Besucher zwar voll, aber es gab durch die &#8222;Einbahnstra\u00dfen&#8220;-Wegf\u00fchrung entlang der Hauptaussichtsterrasse kein hektisches Gedr\u00e4nge. So gelang ich entspannt zur Terrasse und machte ein paar Postkarten-gleiche Fotos mit Blick auf zwei kleine zum Park geh\u00f6renden T\u00fcrmchen und die dahinter in Richtung Meer abfallende Innenstadt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"602\" height=\"398\" src=\"https:\/\/trainstotheeast.brightspace.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Bildschirm\u00adfoto-2023-03-13-um-23.39.38.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-558\" srcset=\"https:\/\/transeuropaexpress.brightspace.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Bildschirm\u00adfoto-2023-03-13-um-23.39.38.png 602w, https:\/\/transeuropaexpress.brightspace.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Bildschirm\u00adfoto-2023-03-13-um-23.39.38-300x198.png 300w\" sizes=\"(max-width: 602px) 100vw, 602px\" \/><figcaption>Blick vom Park G\u00fcell stadteinw\u00e4rts<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Da ich f\u00fcr den R\u00fcckweg gen\u00fcgend Zeit einplanen wollte, machte ich mich nach einer Pause auf einer Bank auf den Weg zur\u00fcck zur Metro. Im Gegensatz zum Bus w\u00e4hlte ich die richtige Linie und so war ich nach dem Abholen meines Koffers vom Hotel bereits eine halbe Stunde vor Abfahrt meines Zuges am Bahnhof. Ich stutzte ein wenig, weil auf mehreren Anzeigetafeln, einmal nach Zielort und einmal nach Abfahrtszeit sortiert, mein Zug nach Madrid nicht zu sehen war. Ich erkundigte mich an einem Schalter und wurde darauf hingewiesen, dass der nicht auf den Anzeigetafeln f\u00fcr die Gleise 7-23 gelistet sei, sondern auf den f\u00fcr die Gleise 1-6. In der Tat gab es auf der anderen Seite der Bahnhofshalle ein weiteres Display und dort erschien er. Sehr verwirrend. Direkt dahinter auf dem Weg zum Gleis befand sich eine Zone, die mich eher an einen Flughafen erinnerte: Zun\u00e4chst wurde mein Ticket kontrolliert und ich wurde darauf hingewiesen, dass bei meinem Ticket kein Gep\u00e4ckst\u00fcck enthalten sei und ich mich wegen eines Zuschlags an eine Kollegin wenden m\u00fcsste. Eine Bahnfahrkarte f\u00fcr ein Gep\u00e4ckst\u00fcck kannte ich nicht, vermutlich ist es mir beim Buchen deshalb nicht aufgefallen&#8230; oder es war gar nicht m\u00f6glich, denn die meisten Tickets hatte ich \u00fcber die internationale Internetseite der Deutschen Bahn gebucht, die das nicht vorsieht. Die Kollegin winkte aber ab und meinte, die Gr\u00f6\u00dfe meines Koffers sei gerade noch in Ordnung, er h\u00e4tte aber nicht gr\u00f6\u00dfer sein d\u00fcrfen und sie zeigte mit ihren Fingern eine L\u00e4nge von etwa einem Zentimeter. Sie schien ein sagenhaftes Augenma\u00df zu haben. Anschlie\u00dfend gelangte ich in eine Sicherheitskontrolle, in der mein Koffer und mein Rucksack durchleuchtet wurden und ich anschlie\u00dfend von einem Kollegen in Uniform gebeten wurde, mitzukommen, um in einem separaten Raum meinen Koffer zu \u00f6ffnen, denn, so sagte er mir, darin sei ja offenbar ein Messer. Ein Verbot f\u00fcr Taschenmesser w\u00e4hrend einer Bahnfahrt kannte ich nicht, aber als ich dem Mitarbeiter mein Schweizer Taschenmesser zeigte (was ich immer in meiner Kulturtasche auf Reisen mitnehme) winkte der Mitarbeiter ab und meinte, diese Gr\u00f6\u00dfe w\u00e4re noch in Ordnung, gr\u00f6\u00dfere Messer seien aber verboten. Erleichtert, dass ich nun doch gerade noch weder Betr\u00fcger noch potentieller Terrorist war, betrat ich den Zug und war zudem froh, dass ich so rechtzeitig am Bahnhof war, denn f\u00fcnf Minuten sp\u00e4ter fuhr er ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese letzte Bahnfahrt nach Madrid war neben der durch den Gotthard-Basistunnel die beeindruckendste meiner diesj\u00e4hrigen Reise, denn sie bew\u00e4ltigte non-stop die Strecke von Barcelona nach Madrid mit ihren 621 km in 2,5 Stunden &#8211; der Zug fuhr fast ausschlie\u00dflich zwischen 280 km\/h und 300 km\/h &#8211; also schneller als ein landendes oder startendes Flugzeug! Die sch\u00f6ne und zu dieser Jahreszeit noch gr\u00fcne Landschaft Zentralspaniens, die ich noch nicht kannte, raste also beim Blick nach drau\u00dfen nur so vorbei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das letzte Mal w\u00e4hrend meiner Reise besuchte ich also eine Sauna &#8211; an diesem Tag wie geplant morgens um kurz nach 09:00 Uhr. Eine Stunde sp\u00e4ter traf ich dann zwei Stra\u00dfen weiter eine befreundete Familie zum gemeinsamen Stadtbummel. 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